Weshalb Sie eine Brexit-Strategie brauchen

Der Brexit rückt immer näher und es wird dabei immer klarer, dass viele Unternehmen Schwierigkeiten mit der Lieferkette und der Organisation bekommen werden und damit Gefahr laufen, Verlustgeschäfte zu machen. Das gilt auch, wenn es einen „weichen Brexit“ und ein gutes Handelsabkommen gibt! Da nach wie vor die Gefahr eines „No-Deal-Brexit“ droht, ist es daher umso wichtiger, eine umfassende Strategie zu erarbeiten, damit Sie auch im schlimmsten Fall gut vorbereitet sind.

Doch was können Sie tun, wenn Ihr Unternehmen auf den reibungslosen, grenzüberschreitenden Handel mit Großbritannien angewiesen ist? Abwarten und Tee trinken? Oder es drauf ankommen lassen und blindlings ins Ungewisse steuern? Beides erscheint reichlich abenteuerlich.

Für viele Unternehmen bleiben die Risiken und Kosten vielleicht bloß potenziell, doch die Unsicherheiten und Ängste sind real. Ian Howells, Senior Vice President von Honda Europe, warnte kürzlich im Interview mit der BBC davor, was mit seinem Unternehmen im schlimmsten Fall eines harten Brexits passieren würde und man auf die Zolltarife der Welthandelsorganisation zurückgreifen müsste. Die zusätzlichen Zölle würden die Kosten für den Export von Autos nach Europa um „Dutzende Millionen Pfund“ verteuern. Und gleiches gelte für den Import von Bauteilen nach Großbritannien.

Zölle sind nur die Spitze des Eisbergs

Doch der Aspekt des Brexits – der vielleicht am meisten beunruhigt – ist der, der möglichen nicht-tarifären Handelsbarrieren. Howells bemerkt dazu: „Was den Verwaltungsaufwand betrifft, hätten wir wahrscheinlich um die sechzigtausend zusätzliche Dokumente vorzulegen, um Produkte von und nach Europa zu verschiffen.“ Für ein Unternehmen, das nur eine Stundenproduktion an Bauteilen für die Produktion auf Lager hält und jeden Tag mit 350 Lkw-Ladungen an Teilen aus Europa beliefert wird, würde die zusätzliche Verzögerung nicht nur die Lieferkette stören, sondern auch die Produktion und sogar die Wettbewerbsfähigkeit auf dem Automobilmarkt gefährden.

Und selbst wenn Ihr Unternehmen und Ihre Lieferkette nicht so komplex sind wie die des Autobauers – alle Unternehmen, die mit Großbritannien Handel treiben, müssen dringend die Zusatzkosten und Risiken der verschiedenen Brexit-Szenarien analysieren. Und das nicht nur im Hinblick auf mögliche neue Zolltarife, sondern auch auf nicht-tarifäre Handelsbarrieren. Wissen Sie zum Beispiel, wie viel der Brexit bei Ihrem derzeitigen Geschäftsmodell an zusätzlichem finanziellen und zeitlichen Aufwand kosten wird? Welche Veränderungen werden Sie in Ihrer Lieferkette vornehmen, um dem Wettbewerb voraus zu bleiben – oder um gar überhaupt mithalten zu können? Wie können Sie – ohne Abstriche bei Ihren Lieferungen an den Kunden – Vertragsbrüche vermeiden?

Der Entwicklung einen Schritt voraus sein

Wie Sie sehen, geht es hier um mehr als nur um Unsicherheiten im Zoll- oder Lieferkettenbereich. Dies sind Fragen, die den Kern Ihres Unternehmens und seiner Zukunft betreffen. Deshalb wird die große Frage letztlich sein: Wird Ihr Unternehmen der Herausforderung eines Brexit gewachsen sein, oder werden Sie der Entwicklung hinterherrennen und riskieren, abgeschlagen zurückzubleiben? Die gute Nachricht: Wenn Sie jetzt proaktiv handeln und eine umfassende Brexit-Strategie entwickeln, werden Sie nicht nur Ihre Risiken minimieren, sondern sogar noch in der Lage sein, Vorteile zu nutzen, die für Ihre Wettbewerber unerreichbar sind.

Wir haben Ihnen hier zusammengestellt, was Sie dazu benötigen. Wir selbst folgen dieser Struktur, wenn unsere Kunden bei uns Expertenrat und Unterstützung anfragen:

1. Machen Sie sich die Auswirkungen des Brexit auf Ihr Unternehmen deutlich. Sie müssen sich ein klares Bild von den Auswirkungen des Brexit etwa auf die Gewinn-und-Verlust-Rechnung und die Vorlaufzeiten Ihrer Lieferkette machen und die Wissenslücken und Engpässe in Ihrer Organisation ausfindig machen.

2. Untersuchen Sie Ihre Möglichkeiten zur Risikominderung und Wertsteigerung. Sobald Sie die Auswirkungen auf Ihr gesamtes Unternehmen ausgearbeitet haben, können Sie eine Liste Ihrer Handlungsoptionen auf den betreffenden Gebieten erstellen.

3. Entscheiden Sie über Ihre strategischen Maßnahmen. Mit einem klaren Bild der Auswirkungen und Ihrer Handlungsoptionen können Sie auf Grundlage der Konsequenzen für die Gewinn-und-Verlust-Rechnung die Maßnahmen bestimmen und priorisieren, die für Sie und Ihr Unternehmen am wichtigsten sind. Und nicht nur das – Sie werden so auch Ihren Ertrag nach dem Brexit überwachen und feinabstimmen können.

 

Für Ihre Vorbereitungen auf den Brexit wünschen wir Ihnen viel Glück und hoffen, dass Sie sich auf dieses allein nicht verlassen werden. Wir glauben zumindest, dass sich eine solide Strategie auszahlen wird, indem sie Risiken und Unsicherheiten reduziert, Ihnen hilft, selbst die Kontrolle zu übernehmen und zuversichtlich in die Zukunft zu blicken.

Falls Sie Fragen zum Brexit haben oder nicht sicher sind, wie Ihr Unternehmen damit zurechtkommen wird, können Sie sich jederzeit mit KGH in Verbindung setzen. Und wenn Sie Taten statt Worte brauchen, bieten wir Ihnen gern unseren Brexit-Strategie-Service, der Sie dabei unterstützt, Ihre Vorbereitungen zu beschleunigen oder auch überhaupt erst damit zu beginnen. Schicken Sie eine E-Mail an tcc.de@kghcustoms.com oder rufen Sie Marcus Hellmann, Trade and Customs Consulting unter +49 2921 70437-40 an.

 

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